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Alt 25.01.2003, 19:31   #16
dohanics
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Zitat:
Original erstellt von Ibykus
"Hunde, wollt Ihr ewig leben?"


------------------------------------------------------------------------------------------------------------

der spruch ist von Ilja Ehrenburg, sowjetische dichter. "Tötet den Deutschen - so lautet der Schrei Eurer russischen Erde. Wankt nicht. Lasst nicht nach. Tötet! Hunde, wollt Ihr ewig leben?!"

es ist genau 50 jahre her. stalingrad, wo "es wurde nur gestorben. laufend, laufend, laufend."

__________________
es gibt nur drei Methoden, um leben zu können: betteln, stehlen oder etwas leisten.
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Alt 26.01.2003, 01:53   #17
Eliska
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Danke, dohanics, aus dieser Perspektive liest sich die Thread-Überschrift ganz anders.

Anschauungsmateriallinks zu Stalingrad hier.

Ich denke, sie vermitteln ein wirklich lebensnahes Bild von dem, was geschah.
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Alt 26.01.2003, 02:12   #18
Eliska
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"Dann helfen uns eben die Osteuropäer"

Pentagon-Beraterin Ruth Wedgwood erklärt, weshalb Amerika den Krieg will und das alte Europa nicht mehr versteht

...

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.01.2003

http://www.seiten.faz-archiv.de/FAS...1261734169.html
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Alt 26.01.2003, 12:27   #19
HSM
Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück
 
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Alt 26.01.2003, 23:02   #20
carlo
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Hallo ibykus,

wer vom politischen Amoklauf eines demokratischen Landes spricht, ist zwingend einem öffentlich erklärten, eigenem Standpunkt gegenüber oder wenigstens einigen, den martialischen Ton der Überschrift erklärenden Worten verpflichtet.

Beides bleibt dem geneigten Leser unzugänglich,
da helfen in den thread kopierte Meldungen wenig.

In meinen Augen verschließen zuviele Menschen unserer Wohlstandsgesellschaft die Augen vor möglichen Gefahren, die von diktatorisch angeführten Ländern in der Welt ausgehen. Waren die meisten Deutschen in Zeiten des Kalten Krieges noch politisch interessiert, Wahlbeteiligungen von über 90% belegen das beispielsweise, befindet sich diese Spezies mittlerweile am Aussterben. Der über 50 Jahre währende Frieden läßt nur noch alte Menschen von Kriegsgreueln berichten, der einhergehende Wohlstandsgewinn erlaubte es der heutigen, jungen Generation ihren Fokus fast ausschließlich auf Spaß und Vergnügen auszurichten,
das neueste Handy ist eben allemal spannender als ein soziales Engagement, eine Demo unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" mit 1 Million Menschen gilt als Höchstmaß an politischer Überzeugung.

Nur allzu verständlich,
daß jähe Orientierungslosigkeit nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 die Szene zunächst verstummen ließ, deutsche Betroffenheit allerorten, während die Männer vom NYFD und viele Freiwillige schon längst mit dem Abtransport der Trümmer des World Trade Centers rund um die Uhr beschäftigt waren.
Für derartige seelische Ungleichgewichte sind in Deutschland die Gutmenschen zuständig. Unfähig, das eigene, dunkelste Kapitel deutscher Geschichte gebührend zu bewältigen, erteilen sie dafür umso großzügiger Rat, auch, wenn sie gar nicht gefragt wurden, tanken nie bei Shell und sind gegen den Transrapid, blockieren Castor-Transporte und beschimpfen Pelzmäntel tragende Damen, kaufen politisch korrekt im "Dritte-Welt-Laden" ein, und wissen natürlich genau, woran diese Welt erkrankt ist:

An Amerika natürlich!

Wie schön, wenn man endlich die Antwort auf alle Fragen erlangt, das Neidpotential bedient wird, und recherchieren für den guten Zweck wieder Spaß macht. Und noch mehr Laune macht es, wenn man Gleichgesinnte trifft, die schon immer gewußt haben, wer für den ganzen Sch...ß verantwortlich ist. Da kocht die Volksseele, da wird auch dem letzten klar: Amerika ist schuld, die Juden sowieso, und der Bush ist der größte Verbrecher aller Zeiten, schlimmer noch wie Adolf!

Mich persönlich graust es vor solchen Meinungen,
die im Grunde höchst egoistisch motiviert sind, enstanden aus einem Konglomerat von Dummheit und Verlustängsten, geistiger Bequemlichkeit und konsequentem Ausschluß der, der eigenen Meinung entgegengesetzten Faktizitäten. Der deutsche Hitler läßt sich eben am besten mit dem amerikanischen Brüderchen austreiben; scheitert man mit dem Versuch, die eigenen Flecken auf der Weste zu tilgen, sucht man solange bei den anderen, bis man etwas findet, wie einfach die Welt doch sein kann...

Die Sonne des Intellekts versinkt im Meer der Einfältigkeit,
wenn man lesen muß, in welch einfachster Art historische Zusammenhänge in das vorgefertigte Denkmuster eingepaßt werden: die Amis haben ja auch die Indianer vertrieben und die Atombombe geschmissen, so entstehen quasi-Freifahrtscheine für den täglich geposteten Anti-Amerika-Zug. Offenbar ist es für viele leichter, das geopolitische Weltgeschehen zu beurteilen, als den Börsenkurs von gestern zu kommentieren. Andererseits fehlt Deutschlands Regierung ebenso das Augenmaß, kann man da dem "kleinen Mann" überhaupt einen Vorwurf machen?

Die beiden großen Lehren aus dem Ende des Nazireiches waren:

1. Nie wieder Krieg!
2. Nie wieder ein deutscher Sonderweg für Deutschland!

Punkt 1 wiederholt unsere derzeitige Regierung unablässig und zieht den fatalen Schluß daraus, daß Deutschland damit faktisch keinem Krieg auf der Welt zustimmen kann. So sehr sich die Gutmenschen im Lande, die Grass´s und Bednarzes, darüber freuen mögen, so sehr wird dabei der zweite Punkt vergessen: Deutschlands Außenpolitik ist primär eine europäische und erst sekundär eine Angelegenheit der Eigenstaatlichkeit. Die Bundeskanzler und Außenminister der Vergangenheit handelten streng nach dieser Maxime, um unserem Land wieder den Anstrich der Zuverlässigkeit zu geben, eine Attitüde, die im Leid der Völker unter 12 Jahren Nazi-Herrschaft verlorenging.
Anstatt mäßigend auf die US-Regierung und mit Rücksicht auf die Gefühle ehemaliger Kriegsgegner einzuwirken, verspielte Gerhard Schröder zusammen mit Herta Däubler-Gmelin in wenigen Monaten an Vertrauensbonus, was Jahrzehnte für dessen Enstehung brauchte. Fast schon trotzig wirkt die pennälerhafte Präsentation deutscher Animositäten auf den Marktplätzen dieser Republik: Wir stehen für Abenteuer nicht zur Verfügung, wir werden uns nicht beteiligen und im Sicherheitsrat schon gar nicht zustimmen, basta! Und während die siegestrunkene Zuhörerschaft bei der anstehenden Wahl ihr Kreuz nun ganz sicher beim "Friedenskanzler" macht, der früher endlos zugekokste Liedermacher Konstantin Wecker das Leid der irakischen Menschen für sich entdeckt, SAT1-Wohlstandsmoderatorin Barbera Schöneberger sich eine Demo gegen Bush unter dem Brandenburger Tor wünscht und Jürgen Todenhöfer den möglichen Einmarsch von US-Soldaten im Irak mit der Erstürmung eines Krankenhauses vergleicht, stört scheinbar kaum jemanden, daß Deutschland sich laut und offensichtlich in die Isolation verabschiedet, ohne, daß sich jemand ernsthaft daran stört. Bush der kriegslüsterne Feldherr, Hussein der freundliche und aufgeschlossene Diktator,
was soll er denn machen, wenn die Amis ihn so bedrohen, wie unfair!

Über Sinn und Unsinn dieses Krieges ist schon viel geschrieben worden, einiges steht bereits jetzt fest:


1. Saddam Hussein ist ein skrupelloser Diktator, der ohne jeden Skrupel Menschen umbringen läßt, selbst zwei Schwiegersöhne mußten auf seinen Befehl hin sterben (1996)

2. Saddam Hussein besitzt Massenvernichtungswaffen, die er auch einsetzt, wenn er es für richtig hält (Giftgas gegen die eigene, kurdische Bevölkerung 1988)

3. Saddam Hussein unterstützt die Terrorzellen des Nahen Ostens mit Geldspenden für die Angehörigen der Selbstmordattentäter (ZEIT-Recherche 2002)

4. Saddam Hussein überfällt andere Länder, wenn er das für richtig hält (Kuwait 1991)

5. Saddam Hussein läßt auf andere Länder Scud-Raketen abschießen, wenn es ihm beliebt (Israel 1991)

6. Saddam Hussein mißachtet die gegen den Irak verhängten Resolutionen ständig und nachhaltig, zur Erinnerung:


Wortlaut-Auszüge aus der Irak-Resolution 1441 des Weltsicherheitsrates, die den Einsatz der Waffeninspektoren regelt und die Forderungen an den Irak benennt.

New York - Der Sicherheitsrat

- stellt fest, dass der Irak "schwerwiegende Verstöße" gegen seine Verpflichtungen begangen hat und weiter begeht, die in relevanten Resolutionen festgeschrieben sind, unter anderem in Resolution 687 (von 1991), und insbesondere wegen seiner Verweigerung seiner Kooperation mit Inspekteuren der Vereinten Nationen und der IAEA (Internationalen Atomenergie-Agentur) (...)

- entscheidet, dem Irak eine letzte Möglichkeit zur Erfüllung seiner Abrüstungspflichten zu gewähren (...) und dafür ein verstärktes Inspektionsregime mit dem Ziel der vollständigen und verifizierten Beendigung des Abrüstungsprozesses einzusetzen (...)

- entscheidet, dass (...) die Regierung des Irak dem Sicherheitsrat spätestens 30 Tage nach dieser Resolution eine aktuelle, genaue und vollständige Aufstellung (seiner Waffenprogramme) vorlegt (...)

- entscheidet, dass falsche Angaben oder Auslassungen (...) einen weiteren "schwerwiegenden Verstoß" gegen Iraks Pflichten darstellen würden und dass dies dem Sicherheitsrat zur Bewertung berichtet wird

- entscheidet, dass der Irak den (Waffeninspekteuren) (...) sofortigen, ungehinderten, bedingungslosen und unbeschränkten Zugang (...) gewährt. (...) weist die UNMOVIC an und bittet die IAEA, die Inspektionen nicht später als 45 Tagen nach der Annahme dieser Resolution wieder aufzunehmen und nach weiteren 60 Tagen den Sicherheitsrat über den neuesten Stand zu informieren.

- weist den Exekutivdirektor von UNMOVIC und den Generalsdirektor der IAEA an, jegliche Behinderung der Inspektionen durch den Irak oder mangelnde Befolgung der Abrüstungsauflagen sofort an den Sicherheitsrat zu melden (...)

- entscheidet, bei Erhalt einer solchen Meldung sofort zusammenzukommen und die Situation und die Notwendigkeit uneingeschränkter Erfüllung der entscheidenden Resolutionen zu überprüfen, um den internationalen Frieden und die Sicherheit zu gewährleisten

- ruft in diesem Zusammenhang in Erinnerung, dass der Sicherheitsrat den Irak wiederholt gewarnt hat, dass er im Ergebnis seiner fortgesetzten Verletzungen dieser Pflichten mit ernsten Konsequenzen zu rechnen hat.


Überdenkt man die vielfältigen Verletzungen der früheren Resolutionen, stellt sich eine Frage nach Krieg oder "weiter weggucken" fast schon aus sozialpädagogischer Sichtweise. Sollte man wie bei einem pubertierenden Jugendlichen "großzügig" über dessen Verfehlungen hinwegschauen, oder handelt es sich hier vielmehr um einen Verbrecher im Engelsgewand und Märtyrerschein, der mit der Unentschlossenheit der demokratischen Welt sein Spiel treibt? Schließt man ersteres bei klarem Verstand aus, zwingt die logische Konsequenz im zweiten Fall zum Handeln, und zwar gerade

- für die Zivilbevölkerung im Irak
- für eine Stabilisierung des Nahen Ostens
- für einen demokratischen Ansatz des Islams
- für einen möglichen wirtschaftlichen Aufschwung der Region und nicht zuletzt,
- für Frieden und Menschenrechte im Irak


Spätestens an dieser Stelle taucht im allgemeinen der so oft zitierte Einwand "...aber gerade wir als Deutsche wissen doch aus unser Vergangenheit..." - ja, richtig, was denn?

Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges beschloß der amerikanische Kongreß mit überwältigender Mehrheit das Neutralitätsgesetz. Zu frisch war noch die Erinnerung an die Zeit der Depression ab 1929, niemand hatte die Absicht, sich auf irgendeine Seite des Krieges in Europa zu stellen, zu groß erschien das Risiko eines erneuten wirtschaftlichen Abschwungs. Nichtdestotrotz existierten Berichte von Konzentrationslagern in Deutschland, jedes Jahr wanderten immer mehr deutschstämmige Juden ins Land ein, die immer weniger bei sich trugen. Die Annektionen Böhmens und Österreichs, die Remilitarisierung des Rheinlandes, die fortwährende Aufrüstung des Heeres unter Bruch des Versailler Abkommens und des Locarno-Vertrages, niemanden schien es zu stören, die Engländer moserten zwar, aber taten nichts und die Franzosen schwächten sich mit jedem Tag selbst immer mehr. Hitler teilte unterdessen Polen mit Rußland auf, und erst, als die Japaner Pearl Harbour überfielen, Amerika Japan den Krieg erklärte und Hitler seinerseits den Amerikanern, erkannten diese, daß es ernst war, ein Kriegseintritt ließ sich nicht vermeiden.

Die beabsichtigte Parabel aus der Geschichte besetzt die Erkenntnis, daß "Weggucken" die Menschheit in den meisten Fällen immer teurer zu stehen kam, als sich einzumischen. In Zeiten, in denen das atomare Waffenpotential der sechs Atommächte ausreicht, um unseren Erdball um ein Vielfaches in die kosmischen Weiten des Universums zu jagen, sollte die Wachsamkeit gegenüber Bestrebungen einzelner Länder oder Terroristen, Massenvernichtungswaffen zu erlangen, nicht im Strudel deutsch-naiver Friedlichkeitsbekundungen ertränkt werden. Die Freiheit, der Frieden und die Demokratie sind keine, durch göttliche Hand erschaffene Zustände der Ewigkeit, sondern wollen wieder und wieder bewahrt und erkämpft werden, notfalls auch mit Waffengewalt. Oder wollen wir uns in 50 Jahren abermals fragen lassen:


Warum habt Ihr nichts getan?

Insofern verstehe ich den "Amoklauf der USA" nicht, lieber ibykus...
__________________
Grüße an alle!
Carlo

Geändert von carlo (26.01.2003 um 23:54 Uhr).
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Alt 27.01.2003, 11:45   #21
Realist
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Carlo,
der versteht das selber nicht! Ein möglicher Krieg gegen den Irak ist gerade das Gegenteil eines Amoklaufs, nämlich eine länger durchdachte und länger vorbereitete Aktion. Sprachliche Unsauberkeiten sind aber im Internet die Regel.
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Alt 27.01.2003, 14:38   #22
nextime
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Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/030127/3/383qp.html


Montag 27. Januar 2003, 15:13 Uhr
Powell sieht «schlimmste Befürchtungen» zum Irak bestätigt

...
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Alt 27.01.2003, 18:04   #23
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Habe ich das richtig mitbekommen das die Amerikaner Kernwaffen im Irak einsetzen wollen? Wenn diese Äußerung stimmt dann kann ich nur sagen das die Amerikaner selber die Terroristen sind und die grösste Gefahr für unseren Planeten darstellen. Die sollte man entwaffnen und zwar sofort.

Ich denke jeder demokratisch denkende Mensch sollte aus dem Verhalten der Usa seine eigenen Schlüsse ziehen. Ich für meinen Teil werde alles boykottieren was auch nur im entferntesten mit den USA zu tun hat. Das wird zwar schwer fallen und diese elenden Kriegstreiber auch nicht jucken aber es ist besser als gar nichts zu tun.

Grüße
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Alt 27.01.2003, 22:19   #24
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ansichten :Schon kurz nach dem Attentat sprach der DeutschlandBrief von einer immensen Verschwörung, deren Zusammenhänge wohl nie vollständig aufgeklärt würden – eine Einschätzung, an der wir nach wie vor festhalten.

Zu einer ähnlichen Wertung kam Andreas von Bülow in einem Interview mit der Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit vom 8. Februar. Von Bülow (SPD) war von 1976 bis 1980 Staatssekretär im Verteidigungsministerium und danach Bundesforschungsminister, arbeitet jetzt als Rechtsanwalt in Bonn und hat sich einen Namen gemacht als ein intimer Kenner verdeckter Operationen, die sich im Dreieck von Geheimdiensten, Terroristen und Organisierter Kriminalität auf internationaler Ebene abspielen.

Von Bülow ist kein Verschwörungstheoretiker vom linken oder rechten Rand des politischen Spektrums. Er muß ernst genommen werden. In seinem Interview vom 8. Februar findet sich folgender Satz: "Der Terroranschlag vom 11. September war vermutlich nicht das Werk von Muslimen."

Auf die Frage, wer denn sonst der Urheber gewesen sei, antwortete von Bülow: "Das kann ich Ihnen auch nicht sagen." Man darf annehmen, daß der Bonner Anwalt damit etwas artikulierte, was auch manche Verantwortlichen in Berlin denken, aber nicht zu sagen wagen.

Von Bülow wies darauf hin, daß von den 19 angeblichen Selbstmordattentätern sieben nachweislich noch leben und daß sich auf den veröffentlichten Passagierlisten der vier gekaperten Flugzeuge kein einziger arabischer Name befindet.

Auch wenn wir uns nur auf die gesicherten Erkenntnisse beschränken, dann steht fest:
(1) daß die USA noch 2001 intensive Kontakte mit dem Talibanregime hatten, daß durchaus Chancen für eine Verhandlungslösung des Afghanistan-Problems bestanden, daß die militärische Option bewußt gewählt wurde;
(2) daß die USA schon vor dem 11. September beschlossen hatten, sich in Zentralasien militärisch festzusetzen;
(3) daß schon vor dem 11. September amerikanische und britische Truppen zusammengezogen wurden;
(4) daß Washington mehrmals und von verschiedenen Seiten vor einem verheerenden Anschlag gewarnt wurde;
(5) daß Ben Laden ein langjähriger CIA-Protegé war und daß die Kontakte auch 2001 nicht beendet waren;
(6) daß die Vorbereitungen für das Attentat nachweisbar auf dem Boden der USA stattfanden und daß die Anschuldigungen gegen arabische Regierungen als Drahtzieher nie belegt werden konnten;
(7) daß vor und nach dem 11. September bis zu 200 Israelis in den USA verhaftet wurden.

Wenn man das alles berücksichtigt, dann wird die Geschäftsgrundlage des internationalen Krieges gegen den Terror fraglich, dann benutzen die USA den 11. September als Vorwand für eine eigene Agenda, dann war die Ausrufung des Nato-Bündnisfalles durch Bundeskanzler Schröder voreilig und unbegründet, dann wird die Bundeswehr als Hilfstruppe in einem Konflikt mißbraucht, der nichts mit dem Nato-Vertrag und nichts mit deutschen Interessen zu tun hat. Dann stellt sich auch die Frage nach den Parallelen zum Golfkrieg von 1990, auf die wir später eingehen werden.

So oder so bleibt der 11. September samt Vor- und Nachgeschichte ein hochkompliziertes Puzzle, von dem nur wenige Einzelteile bisher zusammenpassen:

Ad 1) Noch im Mai 2001 gab das US-Außenministerium Hilfsgelder in Höhe von $ 43 Millionen an die Taliban frei – zur Belohnung dafür, daß Kabul den Mohnanbau und die Opiumproduktion eingestellt hatte (Los Angeles Times, 22. Mai 2001). Im Juni 2001 trafen drei prominente amerikanische Diplomaten, darunter der frühere US-Botschafter in Pakistan, Taliban-Vertreter in Berlin und drohten mit Militärschlägen gegen das Land im Oktober 2001 (The Guardian, 22. September 2001). Insgesamt kam es bis zum Sommer 2001 zu 20 Treffen zwischen CIA-Vertretern und den Taliban, bei denen über die Auslieferung Ben Ladens verhandelt wurde. Die Taliban stellten Bedingungen, lehnten aber die Auslieferung nicht rundweg ab. Entgegenkommend zeigte sich besonders der Außenminister (Financial Times, 31. Oktober 2001).

Ad 2) Im Januar 2001 besuchte ein Vertreter des Pentagon, Dr. Jeffrey Starr, Tadschikistan. Schon vor dem 11. September hielten sich US-Spezialeinheiten in Kirgistan auf (The Guardian, 26. September 2001). Im Mai 2001 reiste der CIA-Direktor George Tenet nach Pakistan und führte dort "eine außergewöhnlich lange Unterredung" mit Staatschef Musharraf (die indische Nachrichtenagentur SAPRA, 22. Mai 2001). Am 7. Oktober 2001 unterzeichneten die USA einen Militärvertrag mit Usbekistan, dessen Details nie veröffentlicht wurden (Neue Zürcher Zeitung, 12. November 2001). Offen bleibt, wie lange der Vertrag in Vorbereitung war.

Ad 3) Bereits im August und Anfang September meldete der regierungsunabhängige US-Nachrichtendienst Stratfor, daß sich die USA auf einen Militärschlag im Mittleren Osten vorbereiteten (und Sharon auf eine neue Kampagne gegen die Palästinenser). Anfang September wurde die britische Militärpräsenz in Oman auf 25 000 Mann erhöht. Zur selben Zeit, also noch vor dem 11. September, trafen zwei US-Flugzeugträger im arabischen Golf vor der pakistanischen Küste ein.

Ad 4) Am 12. Juli 2001 verkündete die russische Prawda, die USA seien als Ziel eines Angriffs ausgewählt worden, der am 11. August stattfinden werde (vgl. DeutschlandBrief, November 2001). Im August 2001 beauftragte Präsident Putin seinen Geheimdienst, die USA vor bevorstehenden Angriffen auf Flughäfen und Regierungsgebäude zu warnen (der US-Sender MS-NBC, 15. September 2001).

Ad 5) Im Juli 2001 ließ sich Ben Laden im Amerikanischen Hospital in Dubai behandeln und wurde bei dieser Gelegenheit vom örtlichen CIA-Vertreter besucht (Le Figaro, 31. Oktober 2001). Der Kontakt in Dubai wurde später von amerikanischen Seite dementiert, das Dementi wurde von der FAZ übernommen – allerdings ohne zu erwähnen, daß der Figaro vor Ort recherchiert und Augenzeugen aufgeboten hatte. Zur langjährigen Zusammenarbeit zwischen Ben Laden und CIA vgl. DeutschlandBrief Oktober 2001.

(Interessant in diesem Zusammenhang: Unmittelbar nach dem 11. September durften die in den USA wohnhaften elf Angehörigen des Ben Laden-Clans mit einem gecharterten Flugzeug, das in Boston startete, ungehindert nach Saudiarabien ausreisen. Ebenfalls nach dem 11. September verkaufte die Ben Laden-Familie ihren Anteil am amerikanischen Rüstungskonzern Carlyle Group, für dessen Tochterunternehmen der jetzige US-Präsident Bush als Direktor gearbeitet hatte. Einzelheiten dazu brachte BBC am 6. November 2001.)

Ad 6) Selbst in der offiziellen amerikanischen Version wird nicht bestritten, daß der 11. September von amerikanischem Boden aus organisiert wurde. Auch die amerikanische Bundespolizei FBI bestätigte, daß sie keine Verbindungen zum Staatsterrorismus feststellen konnte und keine Hinweise darauf habe, daß Staaten zu dem Attentat vom 11. September beigetragen hätten (NZZ, 15. November 2001). Am 3. Dezember 2001 berichtete die New York Times, daß die in den USA verschickten Milzbranderreger vermutlich aus einem B-Waffen-Programm der US-Regierung stammen.

Ad 7) Am 12. Dezember 2001 meldete der US-Sender Fox News, daß seit dem 11. September etwa 60 Israelis in den USA verhaftet worden seien: "Es gibt keine Hinweise darauf, daß die Israelis in die Angriffe vom 11. September verwickelt waren, aber die Untersuchungsbeamten haben den Verdacht, daß sie über die Angriffe Vorausinformationen gesammelt und diese (den US-Behörden) nicht mitgeteilt haben." Auf Anfrage von Fox News verweigerten Regierungsstellen nähere Auskünfte über die Verhaftungen mit der Begründung: It ist classified information. Die Zeitungen in Deutschland berichteten nicht über die Verhaftungen. Ebenfalls am 12. Dezember meldete Fox News, daß bereits vor dem 11. September "bis zu 140 andere Israelis" wegen Spionageverdacht verhaftet worden seien. In einem Regierungsdokument werde Israel als country A eingestuft, als Land also, das von allen US-Verbündeten die aggressivsten Spionageoperationen gegen die USA durchführe. (Fox News steht der Republikanischen Partei nahe und hat neuerdings mehr Zuschauer als der konkurrierende Nachrichtensender CNN.)

Das außenpolitisch sehr enge und zugleich von Mißtrauen geprägte Verhältnis zwischen den USA und Israel ist freilich nur ein Aspekt des Krieges gegen den Terror, der mit dem 11. September ausgerufen wurde, der die Weltpolitik auf Jahre hinaus prägen wird und in den längst auch Deutschland mit unabsehbaren Konsequenzen hineingezogen wurde.

Manches erinnert an den Golfkrieg 1990, als die USA schon einmal ein doppeltes Spiel spielten und ihre ureigensten Hegemonial- und Rohstoffinteressen zu einer Angelegenheit des ganzen Bündnisses machten.

Damals war es die Regierung Kohl, die von Washington brutal unter Druck gesetzt wurde – mit einem Schreiben des amerikanischen Verteidigungsministers Richard Cheney vom 20. August 1990, in dem dieser eine massive deutsche Unterstützung für den US-Militäraufmarsch am Golf verlangte. Cheney ist heute Vizepräsident der Vereinigten Staaten.

Damals ging es gegen Saddam Hussein, jetzt – nach Abwicklung der Afghanistan-Operation – möglicherweise ein zweites Mal.

Der Preis, den die Kohl-Regierung 1990/1991 zu zahlen hatte, lag am Ende bei 17,2 Milliarden Mark – ein Drittel des deutschen Verteidigungshaushaltes. Geld, das damals in einer entscheidenden Phase bei der Finanzierung der deutschen Einheit fehlte.

Ähnlich wie der Afghanistan-Konflikt wäre der Golfkrieg wahrscheinlich vermeidbar gewesen, aber er bot den USA die lange ersehnte Chance, sich militärisch in der Region festzusetzen und Stützpunkte auf der arabischen Halbinsel zu errichten. Das hatten die Saudis bis dahin abgelehnt.

Vieles deutet darauf hin, daß die USA Saddam eine Falle stellten – eine Version, die auch von Scholl-Latour in seinem Buch "Lügen im Heiligen Land" vertreten wird.

Von 1980 bis 1988 hatte Saddam Hussein bekanntlich mit amerikanischer und westlicher Unterstützung und unter immensen eigenen Verlusten Krieg gegen den damaligen Erzfeind der USA geführt, gegen den Iran. Saddam glaubte, ihm stünde eine finanzielle Entschädigung zu, schließlich waren seine Kassen leer.

Am 25. Juli 1990 empfing er die amerikanische Botschafterin April Glaspie, um zu sondieren, wie sich die USA bei einem irakischen Zugriff auf Kuwait verhalten würden. Antwort der Botschafterin: "Wir haben keine Meinung zu arabisch-arabischen Konflikten, wie Ihre Grenzstreitigkeiten mit Kuwait. Das Thema hat nichts mit Amerika zu tun."

Am 2. August 1990 marschierte die irakische Armee in Kuwait ein, am 6. August verhängte die UNO Sanktionen, am 29. November verlangte der UN-Sicherheitsrat den irakischen Rückzug bis zum 15. Januar 1991. Am 16. Januar begann die Operation Desert Storm mit der Bombardierung Bagdads. Vorher war in Nato-Kreisen von einem Alptraum-Szenario die Rede gewesen. Damit gemeint war ein Teil-Rückzug des Irak aus Kuwait vor dem 15. Januar, wodurch der Zwang für Washington gewachsen wäre, eine Verhandlungslösung zu akzeptieren.

Eine besonders zynisches Kapitel des Golfkriegs bestand darin, daß Washington und London die Irakis zum Aufstand gegen den Diktator aufriefen, dann aber im März 1991 ungerührt zusahen, wie sich die Schiiten im Süden des Landes (und die Kurden im Norden) gegen Saddam Hussein erhoben und massakriert wurden. Die US-Luftwaffe hätte den Einsatz irakischer Kampfhubschrauber gegen die Schiiten jederzeit unterbinden können – sie blieb untätig. Hintergrund: Ein Sieg der Schiiten hätte Persien gestärkt, und ein solches Resultat des Golfkrieges war unerwünscht.

Die USA wollten den Irak nur schwächen, nicht aber zerschlagen. Wenn sie jetzt einen neuen Krieg gegen Saddam Hussein planen, muß man sich fragen, warum sie damals auf seinen Sturz verzichtet haben.

Schon der Golfkrieg von 1990/91 stand im Zeichen der amerikanischen Hyper-Moral, des Kampfes gegen das Böse – als ob es jemals in der Geschichte gute Großmächte gegeben hätte.

Für Deutschland stellt sich heute weitaus stärker als 1990 die Frage, ob es sich in amerikanische Kriege hineinziehen lassen soll – möglicherweise in eine Serie von Kriegen mit open end. Afghanistan, Kuwait, Dschibuti, Somalia, Kenia – die Liste der Einsatzplätze der Bundeswehr wird immer länger und exotischer. Dies ist die Armee, die einst zur Landesverteidigung aufgestellt wurde!

Aber Deutschland muß doch, so heißt es immer, den Amerikanern für die Wiedervereinigung dankbar sein. Richtig: die Deutschen haben keinen Grund, sich antiamerikanisch zu gebärden, auch wenn die Wiedervereinigung nur das Abfallprodukt einer langfristigen amerikanischen Strategie war, die seit Ronald Reagan darauf abzielte, den großen Konkurrenten Sowjetunion auszuschalten.

Aber Deutschland muß doch, so heißt es immer, den Amerikanern für die Wiedervereinigung dankbar sein. Richtig: die Deutschen haben keinen Grund, sich antiamerikanisch zu gebärden, auch wenn die Wiedervereinigung nur das Abfallprodukt einer langfristigen amerikanischen Strategie war, die seit Ronald Reagan darauf abzielte, den großen Konkurrenten Sowjetunion auszuschalten. Was die USA in den achtziger Jahren inszenierten, war ein brillanter Zangenangriff auf die Sowjetunion, den das provinzielle Deutschland bis zum Schluß nicht durchschaute. Die Politiker in Bonn, auch Helmut Kohl selbst, hatten die deutsche Einheit abgeschrieben und waren völlig unvorbereitet, als die Sowjetunion den Kalten Krieg verlor und das DDR-Regime zusammenbrach.

Die Amerikaner gingen folgendermaßen vor: Während der Geheimdienst CIA den Kollaps der Öl- und Goldpreise orchestrierte und damit die Exporteinnahmen der Sowjetunion dezimierte, rüstete Reagan massiv auf. Er zwang die Sowjets zu einem Wettrüsten, das sie an den Rand des Bankrotts trieb. Gleichzeitig investierte die CIA schätzungsweise drei Milliarden Dollar in den afghanischen Widerstand gegen die Russen, bis die Rote Armee schließlich abziehen mußte.

Außerdem wurde der Partisanenkrieg mit Wissen und Billigung der CIA durch afghanische Drogenexporte finanziert, die die westlichen Absatzmärkte überfluteten. Der Drogenanbau wurde schließlich von den Taliban unterbunden, wird aber nach dem Machtwechsel in Afghanistan jetzt wieder aufgenommen.

Zu den dunklen Seiten der amerikanischen Weltmacht gehört auch, daß der internationale Drogenhandel mehr als einmal politisch instrumentalisiert wurde; daß der Drogenumsatz in den USA auf 150 Milliarden Dollar geschätzt wird; daß in keinem Land mehr Drogengelder gewaschen werden als in den USA; daß ein Abzug dieser Gelder aus dem US-Finanzmarkt den größten Börsencrash aller Zeiten auslösen würde. Nicht von ungefähr flog Richard Grasso, Chairman der New York Stock Exchange, Ende Juni 1999 nach Kolumbien und traf sich dort mit einem Vertreter der Narco-Terroristen.

Ronald Reagan gelang es, die Sowjetunion militärisch, finanziell und politisch entscheidend zu schwächen. Aber Gorbatschow hätte die Großmacht Sowjetunion durchaus erhalten können. Nie zuvor in der Geschichte war ein mächtiger Staat ohne akute Bedrohung von innen oder außen so schnell und nahezu widerstandslos zusammengebrochen. Daß Moskau dann auch noch der deutschen Einheit zustimmte, ohne daß das Land aus der Nato austreten mußte, grenzt an ein Wunder.

In einer hochinteressanten Studie (Gorbatschow als Partner des Westens) kommt der österreichische Psychologe Wolfgang Caspart zu dem Ergebnis, daß Gorbatschow im Dezember 1984 von Margaret Thatcher als indirekter Agent rekrutiert wurde, 1987 oder 1988 an die Amerikaner übergeben, von diesen 1989 und 1990 subtil gepflegt und eiskalt benutzt und, nachdem er seine Rolle gespielt hatte, 1991 fallengelassen wurde. (Eine andere Geschichte, die Caspart nicht erzählt, ist die Ausplünderung Rußlands in jenen Jahren, an der New York nicht ganz unbeteiligt war).

Die internen Bemerkungen der amerikanischen Führung über Gorbatschow, die Caspart ausgegraben hat, sind oft brutal und zynisch. Wer sie liest, verliert die letzten Illusionen, die er sich über Großmachtpolitik gemacht haben mag. Moral und Hyper-Moral bilden immer nur die Verpackung, nie den Inhalt der amerikanischen Weltpolitik.

Der Grand Design Amerikas für das neue Jahrhundert ist kein Geheimnis, man kann ihn bei Autoren wie Samuel P. Huntington und Zbigniew Brzezinski nachlesen.

Huntington predigt den Kampf der Kulturen – nur gäbe es diesen wahrscheinlich nicht, wenn die USA die Araber in Ruhe ließen. Es waren die westlichen Geheimdienste, inklusive des Mossad, die uns den Islamismus eingebrockt haben, meint dazu Andreas von Bülow.

Professor Brzezinski, Sicherheitsberater von Präsident Carter, Mitglied der Trilateralen Kommission und aller wichtigen Machtzirkel und Denkfabriken an der Ostküste, hat den Masterplan schon 1997 in seinem Buch The Grand Chessboard (Das große Schachbrett) ausgearbeitet. Auszüge:
- Der Zusammenbruch der Sowjetunion besiegelte den Aufstieg der USA zur alleinigen Weltmacht.
- In Eurasien liegt das Zentrum der Weltmacht. "Amerikas globale Vorherrschaft hängt direkt davon ab, wie lange und wie effektiv das amerikanische Übergewicht auf dem eurasischen Kontinent aufrecht erhalten werden kann."
- "Die drei großen Gebote einer imperialen Geostrategie lauten: ein Zusammenspiel der Vasallen zu verhindern und ihre sicherheitspolitische Abhängigkeit aufrechtzuerhalten; die Tributpflichtigen gefügig zu halten und sie zu schützen; die Barbaren daran zu hindern, daß sie sich zusammenschließen."
- Der Kampf um die Weltherrschaft entscheidet sich in Zentralasien. Brzezinski nennt unter anderen Kasachstan, Turkmenistan und besonders Usbekistan und verweist auf die enorme Konzentration von Gas- und Ölreserven und auf den Plan einer Pipeline durch Afghanistan und Pakistan.
- "Da Amerika eine zunehmend multikulturelle Gesellschaft wird, könnte es schwieriger werden, einen Konsensus zur Außenpolitik herzustellen – außer im Falle einer wirklich massiven direkten äußeren Bedrohung, die allgemein als solche begriffen wird."

Exakt darin besteht die Funktion des 11. September: er mobilisiert Amerika wie einst Pearl Harbour, er ist wie Kitt für eine gespaltene multikulturelle Gesellschaft, er kaschiert die bedrohliche Krise des amerikanischen Finanzsystems, er signalisiert den Beginn eines Feldzuges, der darauf abzielt, weltweit die letzten Widerstände gegen die Weltherrschaft zu brechen.

Dies ist ein Krieg, sagte Vizepräsident Cheney, "der vielleicht nicht endet, solange wir leben."

Einen solchen Konflikt den Dritten Weltkrieg zu nennen, ist nicht ganz abwegig. Da wird sich wohl auch Deutschland und Europa der internationalen Verantwortung stellen müssen. Aber welcher?



Dr. Bruno Bandulet


wobei ich die theorien des
Professor Brzezinski, Sicherheitsberater von Präsident Carter
schon des öfteren gelesen hab und es sehr übel ist was er so von sich gibt , weil die usa genau das, was er beschreibt im mom in die tat umsetzen !
und wenn ich den müll von Pentagon-Beraterin Ruth Wedgwood da oben les kann ich nur lächeln , weil es vor hohn nur so strotzt
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Alt 29.01.2003, 23:43   #25
carlo
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Entgegen allen Berichten über die wachsende Front der Kriegsgegner dieser Artikel aus der FTD, sogar Herr Schröder zeigt sich über Bush erfreut:


Schröder begrüßt Bush-Rede

Deutschland und Frankreich haben sich positiv über die Pläne der USA geäußert, dem Weltsicherheitsrat neue Geheimdienstinformationen über irakische Waffenprogramme vorzulegen

- wieso das denn, Deutschland stimmt doch sowieso mit "Nein", egal, was passiert? -

. Aber die Sorge vor einem amerikanischen Alleingang bleibt.


http://www.ftd.de/politik/internati...3688778888.html
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Alt 30.01.2003, 09:10   #26
carlo
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Wird langsam eng für Deutschland, wenn Frankreich in letzter Minute auch noch "JA" sagen sollte:


ftd.de, Do, 30.1.2003, 7:29

Acht europäische Regierungschefs fordern Unterstützung für Bush

Die Staats- und Regierungschefs von acht europäischen Staaten haben Europa zur gemeinsamen Unterstützung von US-Präsident George W. Bush in der Irak-Krise aufgerufen. Deutschland und Frankreich unterzeichneten den Aufruf nicht.


Financial Times Deutschland
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Geändert von carlo (30.01.2003 um 09:11 Uhr).
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Alt 31.01.2003, 08:30   #27
nextime
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Daumen runter US-Botschafter Coats warnt Berlin vor Konsequenzen

Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/030130/286/38u53.html


Donnerstag 30. Januar 2003, 22:12 Uhr
US-Botschafter Coats warnt Berlin vor Konsequenzen

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Alt 31.01.2003, 09:07   #28
carlo
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Aus der FTD vom 31.1.2003

Blair will Bush von Alleingang abbringen

Von James Blitz, James Harding und Christian Thiele

Großbritanniens Premierminister Tony Blair will die USA dazu bewegen, auf einen militärischen Alleingang gegen Irak zu verzichten und die Legitimation für einen Krieg im Weltsicherheitsrat anzustreben. Die Uno-Waffeninspektoren sollten weitere sechs Wochen Zeit für ihre Kontrollen in Irak erhalten.


http://www.ftd.de/politik/internati...3857619504.html
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Alt 31.01.2003, 12:17   #29
Ibykus
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Freitag, 31. Januar 2003

Chefinspekteure uneins
Blair zum Kriegsrat in Camp David

...

Merkel hätte unterschrieben

CDU-Chefin Angela Merkel lobte derweil den Aufruf der acht europäischen Staats- und Regierungschefs, die USA zu unterstützen. Wenn sie Regierungsverantwortung hätte, würde auch ihr Name unter der Erklärung stehen, sagte Merkel am Freitag in Berlin.


...

Adresse:
http://www.n-tv.de/3097382.html

- - - - -

Ich persönlich bin nach der obigen Merkel-Aussage beruhigt, dass die CDU/CSU-Jungens nicht gewonnen haben.
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Alt 31.01.2003, 12:18   #30
Ibykus
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Donnerstag, 30. Januar 2003

Im Wortlaut
Die Erklärung der Acht

...

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http://www.n-tv.de/3097143.html
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